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Kubernetes Managed Service vs. Inhouse: TCO-Vergleich

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Kubernetes Managed Service vs. Inhouse: Der ehrliche Kostenvergleich

Sie stehen vor der Entscheidung: Kubernetes selbst betreiben oder an einen Managed Service Partner auslagern? Dieser Guide zeigt Ihnen die echten Kosten beider Optionen - ohne Marketing-Floskeln.

TL;DR - Die Kurzfassung

AspektInhouse (1-2 DevOps)Managed Service
Monatliche Kosten8.000-12.000€3.000-5.000€
VerfügbarkeitUrlaub/Krankheit = Risiko24/7 Team-Rotation
Know-how Breite1-2 PerspektivenTeam mit Spezialisten
SkalierungRecruiting nötigSofort verfügbar
KündigungsrisikoWissensverlustDokumentiert

Die versteckten Kosten eines internen Kubernetes-Teams

Personalkosten (oft unterschätzt)

DevOps Engineer Gehalt (Senior):     65.000 - 85.000/Jahr
+ Arbeitgeberanteil (~21%):          13.650 - 17.850/Jahr
+ Recruiting-Kosten (einmalig):      15.000 - 25.000+ Einarbeitung (6 Monate, 50%):      16.250 - 21.250+ Schulungen & Zertifizierungen:      3.000 -  5.000/Jahr
+ Hardware & Lizenzen:                2.000 -  4.000/Jahr
────────────────────────────────────────────────────────
Erstes Jahr GESAMT:                 115.000 - 158.000Folgejahre GESAMT:                   84.000 - 112.000/Jahr

Das sind 7.000-9.300€ pro Monat - für EINEN DevOps Engineer.

Das Single-Point-of-Failure Problem

Ein DevOps Engineer bedeutet:

  • 30 Urlaubstage = 6 Wochen ohne Experten
  • Krankheit = unplanbare Ausfälle
  • Kündigung = 3-6 Monate Wissensverlust + Recruiting
Realistische Verfügbarkeit eines einzelnen Admins:
365 Tage - 30 Urlaub - 10 Krankheit - 10 Feiertage = 315 Tage
315 / 365 = 86% Verfügbarkeit (tagsüber, Mo-Fr)

24/7 Abdeckung? Unmöglich mit einer Person.

Die Komplexität moderner Kubernetes-Stacks

Ein Production-Cluster braucht mindestens 15-20 Komponenten:

Core:
├── Kubernetes (Control Plane, Worker Nodes)
├── Container Runtime (containerd)
├── CNI (Cilium/Calico)
└── DNS (CoreDNS)

Networking:
├── Ingress Controller (nginx/traefik)
├── Cert-Manager (Let's Encrypt)
├── External-DNS
└── LoadBalancer

Observability:
├── Prometheus + Alertmanager
├── Grafana
├── Loki (Logging)
└── Jaeger/Tempo (Tracing)

Security:
├── Trivy (Image Scanning)
├── Falco (Runtime Security)
├── OPA/Kyverno (Policies)
└── Vault (Secrets)

Operations:
├── Velero (Backup)
├── ArgoCD/Flux (GitOps)
└── Karpenter/Cluster-Autoscaler

Frage: Kann EIN Admin all diese Tools auf Enterprise-Level beherrschen?


Was ein Managed Service wirklich bietet

Enthaltene Leistungen (Beispiel: 4.000€/Monat)

LeistungBeschreibung
Cluster-BetriebSetup, Wartung, Updates
24/7 MonitoringPrometheus, Alerting, Incident Response
SecurityScanning, Patching, Compliance
Backup & DRTägliche Backups, getestete Recovery
SupportTicket-System + Notfall-Hotline
BeratungArchitektur-Reviews, Best Practices

Das Team hinter dem Service

Managed Service Team (anteilig für Ihren Cluster):

├── Senior Platform Engineers (3-5)
│   └── Kubernetes, Networking, Security Spezialisten
├── SRE / On-Call Rotation
│   └── 24/7 Abdeckung durch Team-Rotation
├── Security Engineer
│   └── Compliance, Audits, Penetration Tests
└── Solution Architect
    └── Beratung, Architektur-Entscheidungen

Sie bekommen Team-Expertise zum Preis einer halben Stelle.


Der echte TCO-Vergleich (3 Jahre)

Szenario: Mittelständler, 500 Mitarbeiter, 3 Cluster

Option A: Inhouse-Team (2 DevOps)

Jahr 1:
├── 2x DevOps Gehalt + AG-Anteil:     170.000├── 2x Recruiting:                      40.000├── 2x Einarbeitung (Produktivitätsverlust): 30.000├── Schulungen & Zertifizierungen:       8.000├── Tools & Lizenzen:                   15.000├── Cloud-Infrastruktur:                60.000└── Overhead (Management, HR):          20.000────────────────────────────────────────────────
Jahr 1 GESAMT:                         343.000
Jahr 2-3 (pro Jahr):
├── 2x DevOps Gehalt + AG-Anteil:     175.000├── Schulungen:                          6.000├── Tools & Lizenzen:                   15.000├── Cloud-Infrastruktur:                65.000├── 1x Fluktuation (30% Wahrscheinlichkeit): 25.000└── Overhead:                           20.000────────────────────────────────────────────────
Jahr 2-3 GESAMT (pro Jahr):            306.000
3-Jahres-TCO Inhouse:                  955.000

Option B: Managed Service

Jahr 1-3 (pro Jahr):
├── Managed Service Fee:                48.000├── Cloud-Infrastruktur:                55.000   (oft 15% günstiger durch Expertise)
└── Interner Ansprechpartner (20% FTE):  15.000────────────────────────────────────────────────
Pro Jahr GESAMT:                       118.000
3-Jahres-TCO Managed:                  354.000

Ersparnis mit Managed Service

┌─────────────────────────────────────────────┐
│                                             │
Inhouse 3J:     955.000€                  │
Managed 3J:     354.000€                  │
│   ─────────────────────────                 │
ERSPARNIS:      601.000 (63%)│                                             │
└─────────────────────────────────────────────┘

Wann Inhouse Sinn macht

Managed Service ist nicht immer die beste Wahl. Inhouse lohnt sich bei:

KriteriumWarum Inhouse
>20 ClusterSkaleneffekte bei großen Teams
KernkompetenzK8s ist Ihr Produkt (ISV, Cloud-Anbieter)
Spezial-AnforderungenAir-Gapped, VS-NfD, extrem reguliert
Bestehendes Team5+ erfahrene DevOps bereits vorhanden

Wann Managed Service die bessere Wahl ist

SituationWarum Managed
KMU (100-1000 MA)Kein Budget für 3+ DevOps
1-5 ClusterOverhead für Inhouse zu hoch
Kein K8s-Know-howTeam-Aufbau dauert 12-18 Monate
Fokus aufs KerngeschäftIT ist Mittel, nicht Zweck
Compliance-DruckDSGVO, BSI, ISO ohne eigenes Security-Team
24/7 AnforderungUnmöglich mit 1-2 Personen

Der Übergang: So funktioniert die Zusammenarbeit

Typischer Onboarding-Prozess

Woche 1-2: Discovery
├── Ist-Analyse Ihrer Infrastruktur
├── Anforderungen dokumentieren
├── Compliance-Anforderungen klären
└── Architektur-Konzept erstellen

Woche 3-4: Setup
├── Cluster-Aufbau (oder Migration)
├── Monitoring & Alerting einrichten
├── Backup-Strategie implementieren
└── Security-Baseline etablieren

Woche 5-6: Übergabe
├── Runbooks dokumentieren
├── Internes Team schulen
├── Eskalationswege definieren
└── Go-Live mit Support

Was Sie behalten

  • Volle Kontrolle über Deployments und Releases
  • Zugang zu allen Systemen und Daten
  • Transparenz durch Dashboards und Reports
  • Wissen durch regelmäßige Knowledge-Transfer-Sessions

Was Sie abgeben

  • Nachts um 3 Uhr aufstehen bei Alerts
  • Kubernetes-Updates und Security-Patches
  • Monitoring-Tuning und Capacity-Planning
  • Vendor-Management für Tools

Checkliste: Managed Service Anbieter bewerten

Must-Haves

  • Deutscher Support (nicht nur Sales)
  • DSGVO-konforme Datenverarbeitung
  • Transparente Preise (keine versteckten Kosten)
  • Definierte SLAs (Reaktionszeit, Verfügbarkeit)
  • Exit-Strategie (Dokumentation, Wissenstransfer)
  • Referenzen im deutschen Mittelstand

Red Flags

  • Kein direkter Kontakt zu Engineers
  • Keine deutschen Rechenzentren möglich
  • Lock-in durch proprietäre Tools
  • Keine transparente Dokumentation
  • "Unlimited Support" ohne SLA-Definition

FAQ

Verliere ich die Kontrolle über meine Infrastruktur?

Nein. Sie behalten vollen Zugriff auf Cluster, Dashboards und Logs. Der Managed Service Partner operiert in Ihrem Auftrag, nicht anstelle von Ihnen.

Was passiert bei einer Kündigung?

Ein seriöser Partner hat eine Exit-Strategie:

  • Vollständige Dokumentation
  • Wissenstransfer an Ihr Team oder neuen Partner
  • Übergangszeitraum (typisch: 3 Monate)
  • Keine Daten-Geiselnahme

Ist Managed Service nicht nur für Firmen ohne IT-Kompetenz?

Im Gegenteil. Gerade Unternehmen mit starker IT nutzen Managed Services, um sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren. Kubernetes-Betrieb ist Commodity - Ihr Produkt ist es nicht.

Wie schnell kann ich starten?

Typisch: 2-4 Wochen vom Erstgespräch bis zum produktiven Cluster. Bei Migration bestehender Workloads: 4-8 Wochen.


Nächste Schritte

1. Kostenlose Erstberatung

Wir analysieren Ihre aktuelle Situation und zeigen konkret, wie ein Managed Service bei Ihnen aussehen würde - unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

2. TCO-Kalkulation für Ihren Case

Basierend auf Ihren Anforderungen erstellen wir eine individuelle Kostenrechnung: Inhouse vs. Managed.

3. Proof of Concept

Optional: Wir setzen einen Test-Cluster auf und Sie erleben den Service 4 Wochen live.


Fazit

Die Frage ist nicht "Managed Service oder eigenes Team" - sondern "Was ist der beste Einsatz Ihrer Ressourcen?"

Für die meisten Mittelständler gilt:

  • Kubernetes-Betrieb ist komplex, aber nicht differenzierend
  • Ein 2-Personen-Team kann keine 24/7-Verfügbarkeit garantieren
  • Die TCO-Ersparnis von 50-60% ist real und nachweisbar
  • Fokus aufs Kerngeschäft ist wertvoller als Infrastruktur-Heldentum

Kubernetes ist das Mittel - nicht der Zweck.


Weiterführende Artikel:


Dieser Artikel basiert auf unserer Erfahrung aus 50+ Managed-Service-Projekten im deutschen Mittelstand. Die Zahlen sind Durchschnittswerte und können je nach Situation variieren.

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