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EKS vs AKS vs GKE: Managed Kubernetes im Vergleich

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TL;DR

Alle drei Managed-Kubernetes-Dienste (EKS, AKS, GKE) liefern produktionsreife Cluster. GKE bietet die beste Kubernetes-Integration und Autopilot-Modus, AKS ist am günstigsten (kostenlose Control Plane), und EKS hat das breiteste AWS-Ökosystem. Für DSGVO-konforme Workloads in Deutschland eignen sich alle drei mit Regionen in Frankfurt.

Cluster in 60 Sekunden erstellen

Bevor wir ins Detail gehen, hier die Cluster-Erstellung bei jedem Anbieter:

# AWS EKS - Cluster erstellen (Frankfurt)
eksctl create cluster \
  --name produktion \
  --region eu-central-1 \
  --version 1.31 \
  --nodegroup-name workers \
  --node-type m5.large \
  --nodes 3

# Azure AKS - Cluster erstellen (Frankfurt)
az aks create \
  --resource-group meine-rg \
  --name produktion \
  --location germanywestcentral \
  --node-count 3 \
  --node-vm-size Standard_D2s_v3 \
  --kubernetes-version 1.31

# Google GKE - Cluster erstellen (Frankfurt)
gcloud container clusters create produktion \
  --region europe-west3 \
  --num-nodes 3 \
  --machine-type e2-standard-4 \
  --cluster-version 1.31

Drei Befehle, drei Cluster. Die Unterschiede stecken im Detail.


Preismodell im Vergleich

Die Kosten unterscheiden sich erheblich - besonders bei der Control Plane:

AspektAWS EKSAzure AKSGoogle GKE
Control Plane0.10/h( 0.10/h (~73/Monat)KostenlosKostenlos (Standard), $0.10/h (Autopilot)
Worker NodesEC2-PreiseVM-PreiseGCE-Preise
Load BalancerALB/NLB-KostenAzure LB-KostenCloud LB-Kosten
Logging/MonitoringCloudWatch extraAzure Monitor Grundfunktion inkl.Cloud Operations Suite Grundfunktion inkl.

AKS ist der einzige Dienst mit komplett kostenloser Control Plane. Bei EKS zahlen Sie immer $73 pro Monat pro Cluster - bei vielen Clustern summiert sich das schnell.

Netzwerk und CNI

Beim Netzwerk gehen die Anbieter verschiedene Wege.

EKS nutzt standardmäßig das Amazon VPC CNI Plugin. Jeder Pod erhält eine echte VPC-IP-Adresse, was die Integration mit anderen AWS-Diensten vereinfacht. Nachteil: Die Anzahl der Pods pro Node ist durch ENI-Limits begrenzt.

AKS bietet zwei Optionen: kubenet (einfach, NAT-basiert) und Azure CNI (Pods im VNet). Seit 2025 ist Azure CNI Overlay die empfohlene Variante - Pods bekommen Overlay-IPs ohne VNet-Adressverbrauch.

GKE setzt auf ein eigenes VPC-natives Networking. Alias-IP-Ranges ermöglichen direkte Pod-zu-Pod-Kommunikation über VPC-Grenzen. GKE Dataplane V2 (basierend auf Cilium/eBPF) ist seit 2025 Standard.

# GKE Dataplane V2 Status prüfen
kubectl get nodes -o jsonpath='{.items[0].metadata.labels.cloud\.google\.com/gke-dpv2}'

# EKS VPC CNI Version prüfen
kubectl describe daemonset aws-node -n kube-system | grep Image

# AKS Netzwerk-Plugin anzeigen
az aks show --resource-group meine-rg --name produktion \
  --query networkProfile.networkPlugin

Features und Ökosystem

GKE hat beim Feature-Set einen Vorsprung. Autopilot übernimmt Node-Management komplett, GKE Sandbox bietet gVisor-Isolation, und Binary Authorization erzwingt signierte Container-Images.

EKS punktet mit dem AWS-Ökosystem: IAM Roles for Service Accounts (IRSA), Fargate für serverlose Pods und nahtlose Integration mit hunderten AWS-Diensten.

AKS bietet den günstigsten Einstieg und gute Azure-AD-Integration. Azure Arc erweitert AKS auf On-Premises und andere Clouds. Für Windows-Container ist AKS die ausgereifteste Plattform.

Kubernetes-Versionen

AnbieterVersions-SupportAuto-Upgrade
EKSN-3 Minor Versions, 14 MonateOptional, Extended Support kostenpflichtig
AKSN-2 Minor Versions, 12 MonateOptional mit Maintenance Window
GKEN-3 Minor Versions, 14 MonateStandard in Release Channels

GKE war historisch am schnellsten mit neuen Kubernetes-Versionen. EKS brauchte oft mehrere Wochen länger.


DSGVO und Datenstandort

Für deutsche Unternehmen ist die DSGVO-Konformität entscheidend.

AWS betreibt drei Availability Zones in Frankfurt (eu-central-1). Ein EU Data Processing Addendum (DPA) ist verfügbar. AWS ist nach C5 (BSI) zertifiziert.

Azure hat zwei deutsche Regionen: Germany West Central (Frankfurt) und Germany North (Berlin). Microsoft bietet EU Data Boundary und hat ebenfalls C5-Zertifizierung.

Google Cloud betreibt eine Region in Frankfurt (europe-west3) mit drei Zonen. Google bietet Assured Workloads für regulierte Branchen. Die C5-Zertifizierung liegt seit 2024 vor.

Alle drei Anbieter können DSGVO-konform betrieben werden. Entscheidend sind korrekte Konfiguration und DPA-Verträge. Beachten Sie: Logging und Monitoring dürfen keine personenbezogenen Daten in US-Regionen speichern.

Wann welchen Anbieter wählen?

  • EKS wählen, wenn Sie bereits stark in AWS investiert sind und das breite Ökosystem nutzen
  • AKS wählen, wenn Kosten entscheidend sind, Sie Azure AD nutzen oder Windows-Container brauchen
  • GKE wählen, wenn Sie die beste Kubernetes-Erfahrung und maximale Automatisierung suchen

Für Multi-Cloud-Strategien lohnt sich ein Blick auf Cluster-Management-Tools wie Rancher oder Crossplane, die Cluster über alle drei Anbieter hinweg verwalten.


FAQ

Welcher Managed-Kubernetes-Dienst ist am günstigsten?

AKS ist am günstigsten, da die Control Plane kostenlos ist. Bei EKS fallen $73/Monat pro Cluster an. Die Gesamtkosten hängen aber primär von den Worker Nodes ab.

Kann ich meinen Cluster zwischen Cloud-Anbietern migrieren?

Ja, mit Tools wie Velero können Sie Kubernetes-Ressourcen und Persistent Volumes sichern und in einem anderen Cluster wiederherstellen. Anbieter-spezifische Ressourcen (IAM, Load Balancer) müssen manuell angepasst werden.

Sind Managed-Kubernetes-Dienste DSGVO-konform?

Alle drei Anbieter können DSGVO-konform betrieben werden, wenn Sie eine deutsche Region nutzen, ein DPA abschließen und kein Logging personenbezogener Daten in US-Regionen konfigurieren.

Welcher Anbieter hat die beste Kubernetes-Integration?

GKE gilt als technisch führend, da Google Kubernetes entwickelt hat. Features wie Autopilot, GKE Sandbox und Binary Authorization sind dem Wettbewerb oft voraus.

Brauche ich einen Managed Service oder reicht Self-Hosted?

Für die meisten Unternehmen lohnt sich ein Managed Service. Sie sparen sich Control-Plane-Management, automatische Updates und HA-Setup. Self-Hosted (z.B. kubeadm, k3s) ist nur sinnvoll bei speziellen Compliance-Anforderungen oder Edge-Szenarien.

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